Online-Sprechstunde mit Jürgen Czernohorszky: „In Wien lassen wir kein Kind zurück“

In unserer zweiten Online-Sprechstunde hat sich Jürgen Czernohorszky, Stadtrat für Bildung, Jugend, Integration und Personal den interessierten Fragen der WienerInnen gestellt. Hauptthema waren die vielfältigen Herausforderungen, vor die die Corona-Krise Jugendliche, Eltern und LehrerInnen stellt.

„In Wien lassen wir kein Kind zurück“

„Wir in der Sozialdemokratie haben ein Credo, das in der Bildungspolitik immer über allem steht: Wir arbeiten dafür, dass kein Kind zurückbleibt. Wir setzen uns dafür ein, dass kein Kind weniger Chancen hat, nur weil die Eltern nicht das nötige Kleingeld haben“, betonte Czernohorszky. Der Stadtrat sprach, angesprochen auf das durch die Corona-Krise besonders aktuell gewordene Homeschooling, über die große Kluft zwischen Eltern, die ihren Kindern die nötige Hardware, Arbeitsraum und leistungsstarkes Internet zur Verfügung stellen können und jenen die es nicht können. Er stellte einen Bezug her zur Gratis-Schulbuchaktion, die die SPÖ unter Bundeskanzler Bruno Kreisky in den 70ern umgesetzt hat und erinnerte daran, dass die SPÖ 2017 gratis Tablets für alle SchülerInnen durchsetzten wollte, was nach dem Auflösen der Koalition durch die Kurz-ÖVP unter Schwarz-Blau nie passiert ist. Wo im Bund nichts passiert, muss Wien nachhelfen. „Wir haben gerade jetzt 5000 Laptops für PflichtschülerInnen angeschafft, damit digitales Lernen keine Geldfrage sein kann!“, so Czernohorszky.

„Bieten Betreuung für alle an, die es brauchen“

„Kindergärten und Schulen sind offen und bieten Betreuung für alle an, die es brauchen“, betonte der Bildungsstadtrat. Als nächstes soll darüber hinaus auch das Bildungsangebot – „vorsichtig und Schritt für Schritt“ – wieder hochgefahren werden. „Da gibt es jetzt schon ein Angebot und da ist es mir wichtig, wenn es auch von Regierungsseite endlich ein klares Bekennntnis gibt“, so Czernohorszky.

„Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen brauchen jetzt Klarheit“

Darauf angesprochen, wie es in den nächsten Wochen weitergehen werde, sagte Czernohorszky: „Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen brauchen jetzt Klarheit, was das sukzessive Hochfahren von Schulen betrifft.“ Es brauche aber auch Klarheit, was die Unterstützung für jene SchülerInnen betrifft, die zuhause lernen müssen. „Hier brauchen wir kein Hickhack, sondern eine Lösung für jene SchülerInnen, die es brauchen“, so der Bildungsstadtrat. Wien gehe hier mit gutem Beispiel voran. Nicht nur mit den 5000 Laptops für PflichtschülerInnen, sondern auch mit dem Ausbau der Gratis-Lernhilfe, die momentan online weiterläuft, oder der Umsetzung einer gemeinsamen, kostenlosen digitalen Kommunikations- und Lernplattform für SchülerInnen und LehrerInnen – alles Teil der neuen digitalen Bildungsstrategie der Stadt Wien.

„Jedes Kind hat das Recht auf einen guten Sommer“

„Ich bin stolz darauf, dass wir in Wien so ein tolles Angebot an Unterstützung und Abenteuer, Lernen und Freizeit im Sommer haben“, sagte Czernohorszky angesprochen auf das Ferienangebot der Stadt Wien und die Summer City Camps. Gerade in diesem Sommer werde der Bedarf danach sehr groß sein, sei es aufgrund geänderter Urlaubspläne oder weil Kinder einiges nachlernen müssen. „Deshalb planen wir, dass unsere Summer City Camps auch wirklich stattfinden. Wir tun alles daran, sie auszubauen und zusätzliche Lernangebote zu schaffen“, so der Stadtrat. Auch die Sommerferienangebote der Wiener Jugenderholung, bei denen Kinder aus Familien mit einem Einkommen bis 1750 Euro um nur 23 Euro die Woche einen zweiwöchigen Urlaub bekommen, sollen nach Möglichkeit stattfinden. „Das ist ein Teil des Roten Wien im 21. Jahrhunderts – es ist das Recht jedes Kindes einen guten Sommer zu haben. Es kann nicht sein, dass nur Kinder reicher Eltern nach 9 Wochen etwas zu erzählen haben. Und deswegen tun wir alles daran, dass das auch diesen Sommer so bleibt“, so Czernohorszky.

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