Programm OTK 2020

Argumentation

Ottakring hat sich in den letzten Jahren vom Gürtel bis zum Wienerwald stark weiterentwickelt. Entwicklungen, Modernisierungen oder Neugestaltungen passieren aber nicht einfach so, sondern sind bewusste politische Entscheidungen.

Projekte, wie die Neugestaltung des Brunnenmarktes, der zu den beliebtesten Orten Europas zählt, benötigen jemanden der an sie glaubt, jemanden der in sie investiert.

Als Sozialdemokratische Partei Ottakrings setzen wir uns gemeinsam mit unserem Bezirksvorsteher Franz Prokop, unserer Umweltstadträtin Ulli Sima und unserem Vorsitzenden und Gemeinderat Christian Oxonitsch jeden Tag für ein gutes und faires Leben für alle BewohnerInnen unseres Bezirkes ein. Wir leben Solidarität und sind stolz darauf, dass Ottakring so viele unterschiedliche Nationen verbindet.

Ob leistbares Wohnen, die beste Gesundheitsversorgung, die Sicherung von Arbeitsplätzen und fairen Arbeitsbedingungen oder die Förderung der lokalen Wirtschaft: Als SozialdemokratInnen werden wir uns immer für die Menschen einsetzen, die unsere Unterstützung brauchen.

Umwelt

Mit einem Teil des Wienerwaldes und dem Wilhelminenberg bietet Ottakring viele Möglichkeiten zur Naherholung für die BewohnerInnen Über 50% des Bezirkes sind Grünfläche, 135.000 m2 sind Parks. In Ottakring haben wir 72 kleine und größere Spielplätze. Aber auch in den dichtverbauten Gebieten setzen wir uns dafür ein, Mikrofreiräume so effizient wie möglich zu nutzen. Einige Straßenzüge konnten in den letzten Jahren durch Baumpflanzungen grüner gestaltet werden (beispielsweise die Ottakringer Straße, Herbststraße, Effingergasse, Seeböckgasse). Dennoch ist der Klimawandel eine große Herausforderung für einen wachsenden Bezirk. Aus diesem Grund müssen wir für die immer heißer werdenden Sommer gerüstet sein und Umweltschutz auch sozial denken! Auf jeder Straße im Bezirk, die aufgegraben werden muss, werden seit vielen Jahren automatisch Bäume gepflanzt  – oder wo dies wegen Kanal- oder Wasserleitungen nicht möglich ist, kleine Grünoasen geschaffen. Beispiele dafür sind die Wilhelminenstraße/Lienfeldergasse, Redtenbachergasse/ Albrechtskreithgasse, Römergasse/Effingergasse und Wichtelgasse/Ottakringer Straße.

Aber wir haben auch weiterhin viel vor:

  • 1000 neue Bäume im Bezirk
  • Erweiterung von coolen Elementen in Parks und öffentlichen Plätzen
  • Begrünungen von Fassaden und Straßenzügen
  • Ökologischer Wohnbau mit Naturwiesen, Nistplätzen, Nutzung von Photovoltaik u.v.a.m.

Bildung

Ottakring ist für alle da!

Gleiche Bildung für alle ist, neben vielen anderen Maßnahmen, ein wichtiger Schritt hin zu einer gleichberechtigten Gesellschaft. Jeder Euro, der in Bildung investiert wird, kommt um ein Vielfaches zurück! In die Bildung unserer Kinder zu investieren bedeutet auch in deren Zukunft und in Chancengleichheit zu investieren. Deshalb floss bereits in den vergangen Jahren ein großer Teil des Bezirksbudgets in Schulen. Wien ist das einzige Bundesland, das eine Vollversorgung mit beitragsfreien Kindergartenplätzen bietet und seit diesem Herbst sind die verschränkten Ganztagsschulen in Wien kostenlos – inklusive Mittagessen. Und wir planen noch mehr: Bis zu 10 Standorte kommen in ganz Wien jedes Jahr dazu! Diese Arbeit wollen wir fortsetzen und gemeinsam eine gute Zukunft für alle Ottakringer-Kinder gestalten:

  • Weiterführung der Investitionen in zeitgemäße Schulen
  • Weiterer Ausbau von modernen, beitragsfreien Kindergartenplätzen
  • Ausbau der Gratis-Ganztagsschulen
  • Ausbau der Ferienbetreuung (Ferienspiel, Summer City Camps…)

Kinder und Jugend

Kinder haben Recht(e)!

Wien hat sich ein klares Ziel gesetzt: Wir wollen die kinder- und jugendfreundlichste Stadt werden! Für uns heißt das, darauf zu schauen, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, mitreden können, und in einer Stadt groß werden, in der sie respektiert und in der sie ernst genommen werden. Um das zu erreichen, hat die Stadt Wien die Kinder- und Jugendstrategie, welche von 22.500 Kinder und Jugendlichen entworfen wurde, beschlossen.

Jugend braucht Perspektive! Aufgrund der Corona-Krise sind zehntausende Jugendliche ohne Jobs. Die Bundesregierung hat bis jetzt noch nichts unternommen. Damit riskiert sie nicht nur die Zukunft dieser jungen Menschen, sondern die von uns allen. In Wien können wir das so nicht hinnehmen! Deshalb hat die Stadt Wien 17 Mio. Euro gegen Jugendarbeitslosigkeit in die Hand genommen.

Natürlich wollen wir auch in Ottakring dazu beitragen, die kinder- und jugendfreundlichste Stadt zu werden:

  • Spielplatzsanierungen, damit alle Kinder die besten Spielplätze haben (behindertengerechte Geräte…)
  • Ausbau der Parkbetreuung
  • Aktive Mitbestimmung durch z.B. das SchülerInnenparlament

SeniorInnen

Ottakring ist ein Bezirk zum Wohlfühlen für alle Generationen. Das soll auch so bleiben. Deshalb investieren wir in die Sicherung der Lebensqualität bis ins hohe Alter. So konnten wir 2014 das neue Pensionistenwohnhaus Liebhartstal eröffnen, das von einem Garten bis hin zur Bibliothek alles bietet. Auch die Angebote der PensionistInnenklubs werden ständig erweitert und ausgebaut.

Wir setzen auf:

  • Ein vielfältiges Angebot für PensionistInnen
  • Schaffung und Modernisierung von Begegnungsräumen für ältere Menschen
  • Den guten Austausch von Jung und Alt, weshalb wir Räume wie den kürzlich eröffneten Generationentreff am Hofferplatz schaffen
  • Weiterentwicklung des Wilhelminenspitals als zentralem Ort einer guten Gesundheitsversorgung im Bezirk
  • Schaffung eines Motorikparks für ältere BezirksbewohnerInnen

 

Verkehr

In Ottakring setzen wir seit vielen Jahren auf ein gutes Miteinander zwischen allen VerkehrsteilnehmerInnen, weshalb wir in verschiedenste Infrastrukturprojekte investieren. Egal ob man mit dem Auto, Öffis, Rad, Roller oder zu Fuß unterwegs ist: Wichtig ist ein sicheres und gutes Miteinander zwischen allen VerkehrsteilnehmerInnen. Aus diesem Grund investieren wir in Projekte wie die Sanierung und Neugestaltung der Koppstraße, Herbststraße, Wattgasse…., Sicherheitsmaßnahmen beim Radhighway Hasnerstraße, den Ausbau von Garagenplätzen, Intervallverdichtungen von Straßenbahn, U-Bahn und Bussen, den Ausbau von Fahren gegen die Einbahn sowie zusätzliche Radständer.

Vieles haben wir noch vor:

  • Neugestaltung der Thaliastraße gemeinsam mit BürgerInnen, AnrainerInnnen und Geschäftstreibenden
  • Verkehrsberuhigung: Ottakring ist kein Bezirk zum Durchrasen. Verkehrssicherheit und keine Ruhestörung haben hier Priorität: Deshalb gilt es, den Verkehr zu beruhigen, wo es nötig ist: wie z.B. beim Tempo 30 in der Nacht in der Ottakringer Straße
  • Schaffung des Radweg-Lückenschlusses zwischen Penzing, Ottakring und Hernals. 7km Radweg entstehen hier.
  • Radfahren gegen die Einbahn in allen Straßen, wo kein Sicherheitsrisiko besteht
  • Einführung einer Nachtbuslinie N10
  • Schaffung eines zweiten Radhighways im nördlichen Bezirksteil wird derzeit geprüft

 

Öffentlicher Raum und Zusammenleben

Ottakring ist vielfältig und bunt. Ottakring hat viele Herkünfte. In Ottakring sprechen wir viele Sprachen. Dies ist ein Teil der Geschichte unseres Bezirkes seit über hundert Jahren. Egal was jeden einzelnen von uns an Ottakring am meisten freut, gefällt, ärgert, zum Lachen oder Weinen bringt – wir haben etwas gemeinsam: Es ist unser zu Hause und uns verbindet eine gemeinsame Zukunft. Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass wir gemeinsam auf unser Ottakring schauen. Wir lassen uns im Bezirk nicht gegeneinander aufhetzen, sondern wollen gemeinsam nach Lösungen suchen. Dies wollen wir auch in Zukunft stärken! Deshalb gestalten wir mit dem Ziel, Orte der Begegnung zu schaffen, gemeinsam mit den BewohnerInnen in Ottakring, viele Orte um.

  • Auch in Zukunft wollen wir weiterhin mehr Orte der konsumfreien Begegnung möglich machen
  • In den nächsten Jahren werden wir auch die Beleuchtung von Straßen und Gassen weiter modernisieren

In den letzten Jahren haben wir zum Beispiel die Neulerchenfelderstraße und den Johann-Nepomuk-Bergerplatz umgestaltet und den Skatepark Kendlerstraße neu eröffnet.

Unser nächstes großes Projekt läuft bereits: die ThaliastraßeNeu! Gemeinsam mit den AnrainerInnen haben wir uns die Frage gestellt: „Wie kann/sollte eine Geschäftsstraße im dicht verbauten Gebiet aussehen, dass sie auch unter den klimatischen Rahmenbedingungen des Jahres 2030 oder 2050 funktioniert?”

Unsere Vorschläge für die Thaliastraße:

  • mehr Verweilplätze entlang der Straße und breitere Gehsteige
  • Mehr Grün und Erfrischung durch Bepflanzung und „coole Elemente“
  • Faires Miteinander für alle VerkehrsteilnehmerInnen und NutzerInnen der Thaliastraße

Die nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raums ist uns in Ottakring besonders wichtig. Dazu gehört auch die Nutzung von leerstehenden Geschäftslokalen. Aktuell wird zum Beispiel die ehemalige Hochgarage in der Deinhardsteingasse, für die nächsten drei Jahre, durch das Projekt „Garage Grande“ für gemeinsames Garteln und zum Entwickeln von Ideen für ein gutes Stadtklima genutzt. In dem Projekt finden die Bewohnerinnen und Bewohner viele Möglichkeiten zum Mitmachen und können damit das Grätzl gemeinsam noch schöner und besser machen.

  • Die nachhaltige Nutzung von Leerstand wollen wir auch in Zukunft weiter fördern
  • Durch die Unterstützung von Kulturprojekten im öffentlichen Raum soll auch in Zukunft die lebendige Kulturszene im Bezirk unterstützt werden

Die U6 Stationen sind hoch frequentiert und es kommen verschiedenste Menschen zusammen. Da kann es schon mal zu Unstimmigkeiten kommen. Wir sprechen uns klar gegen eine Verbotspolitik aus. Ein Alkoholverbot würde nur zu einer Verdrängung führen. Sicherheit ist mehr.

Aber für einen erfolgreichen Weg der Prävention brauchen wir dringend:

  • mehr StreetworkerInnen und SozialarbeiterInnen im öffentlichen Raum
  • die sofortige Nachbesetzung der 108 in Ottakring fehlenden Planstellen bei der Polizei durch das Innenministerium
  • den weiteren Ausbau von raschen und effizienten Hilfestellungen für Bezirke bei sozialen Problemen durch WohnpartnerInnen, ParkbetreuerInnen, Fair-Play-Teams

Kultur

In den letzten Jahrzehnten hat sich Ottakring zu einem wichtigen Kunst- und Kulturzentrum entwickelt. Von Beginn an begleiten und unterstützen wir Projekte wie SOHO in Ottakring, die Kulturszene am Gürtel (z.B. durch den Gürtel Nightwalk). Der Begegnungsort der „Brunnenpassage“ oder die Galerien in der Grundsteingasse erfreuen sich weit über die Grenzen unseres Bezirkes hinaus größter Beliebtheit.

Gerade die Kunst- und Kulturszene hat es durch Corona und die teilweise völlig willkürlichen und unverständlichen Maßnahmen der Bundesregierung besonders schwer.

Deshalb setzen wir uns ein für:

  • Kunst im Bezirk: Die Bezirkskultur und Begegnungen zwischen Kulturschaffenden müssen gefördert werden. Es wird eine Zeit nach Corona geben, in der wir, wenn wir nicht aufpassen, die Kulturszene Wiens nicht mehr wiedererkennen werden. Aus diesem Grund haben wir in Ottakring unser – im Vergleich immer sehr hohes – Kulturbudget 2020 nochmals um € 50.000 erhöht.
  • der Verzicht auf bereits bewilligte Förderungen, wenn Veranstaltungen aufgrund von Corona abgesagt werden mussten, für diese aber bereits Ausgaben angefallen sind.